LHUN-Werkstätten öffnen wieder

Seit dem 18. März galt in den Werkstätten der Lebenshilfe Unterer Niederrhein durch die Corona-Krise ein Betretungsverbot für Beschäftigte mit Handicap. Seit zwei Wochen läuft der Betrieb langsam wieder an.

Josef Cleve (Alpen-Veen): Josef Cleve ist einer der Ersten, die wieder zu ihrer Arbeit kommen können. „Er hat wieder eine sinnvolle Tagesstruktur und Beschäftigung“, sagt sein Bruder Ludger Cleve. „Es ist wie bei jedem anderen, der gezwungen ist, zu Hause zu bleiben. Irgendwann wird es einfach langweilig.“ Er spüre deutlich den wieder-kehrenden Alltag. Ludger Cleve ergänzt: „Josef freut sich, wieder zur Arbeit gehen zu können. Das merke ich jeden Morgen.“   

Sven Nowak (Wesel): Für Sven Nowak war es eine zähe Zeit der Ungewissheit. „Vier Wochen hält man durch, spätestens dann fällt einem die Decke auf den Kopf“, sagt er rückblickend. Er arbeitet in der Weseler Werkstatt der Lebenshilfe Unterer Niederrhein. „Ich freue mich, endlich wieder arbeiten gehen zu können“, sagt Sven Nowak. Sie gebe ihm Struktur, eine Aufgabe, sowie den Austausch mit seinen Kolleginnen und Kollegen. 

Mazlum Tolun (Rees): Mazlum Tolun gehört zu den Ersten, die wieder in der Lebenshilfe Werkstatt in Rees arbeiten können. Über zwei Monate war er nicht mehr an seinem Arbeitsplatz. „Es hat sich angefühlt wie ein Jahr“, berichtet er. Als der Anruf kam, dass er wieder arbeiten kommen kann, habe er sich gefreut, hatte aber auch ein mulmiges Gefühl. „Ich war unsicher, ob die Maßnahmen ausreichen“, gibt er ehrlich zu. Das habe sich aber seit dem ersten Arbeitstag geändert.